Skulptur in Form eines menschlichen Kopfes mit Wolke am Hals, rotes Seil

Hybride künstlerische Praxis zwischen Materialität, digitaler Transformation und skulpturaler Intervention.

„Sichtbarkeit ist bereits Existenz.“

Meine Arbeit untersucht Fürsorge als unsichtbare Struktur, die Körper, Beziehungen und Systeme trägt.

Iconic Mammas

Die Serie Iconic Mammas versteht Mutterschaft als archaisches und zugleich hochaktuelles Motiv: als Ursprung von Leben, als Praxis der Fürsorge und als leise, oft unsichtbare Kraft, die Gesellschaften trägt. In überdimensionierten, ikonischen Figuren übersetzt Suntje Sagerer dieses Prinzip in eine visuelle Sprache zwischen Malerei, Objekt und digitaler Skulptur.

Die Mammas erscheinen nicht als individuelle Porträts, sondern als archetypische Bildkörper – reduziert, kraftvoll, von ornamentalen Strukturen durchzogen. Sie stehen für Care als soziale und existenzielle Haltung, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Identität. Jede Figur ist ein Unikat und zugleich Teil eines wachsenden, kollektiven Systems, das globale Verbindungen, kulturelle Verortungen und gemeinsame Verantwortung sichtbar macht.

In einer Zeit, in der Sorgearbeit systematisch entwertet wird, setzt die Serie ein bewusstes Gegengewicht: Sie hebt Fürsorge aus dem Privaten in den öffentlichen und musealen Raum. Die Mammas werden zu stillen Monumenten einer anderen Form von Stärke – einer Stärke, die nicht auf Macht, sondern auf Zuwendung beruht.

Mit der Weiterentwicklung in den Raum und in digitale Kontexte entstehen darüber hinaus Mobile Monuments of Care: skulpturale Interventionen, die sich zwischen physischer Materialität und virtueller Verschiebung bewegen. Sie platzieren die Figur der Fürsorge in politische, ökonomische und historische Räume – und fragen, was geschieht, wenn Verletzlichkeit auf Strukturen der Macht trifft.

Iconic Mammas ist damit nicht nur eine Werkserie, sondern ein offenes System: ein visuelles Archiv der Fürsorge – und eine künstlerische Behauptung von Verbundenheit in einer fragmentierten Gegenwart.

Ein Collage-Kunstwerk eines menschlichen Körpers mit einem Gesicht, das aus verschiedenen Materialien besteht, inklusive dunklem Haarschopf, blauen Augen, einer Nase, einem großen offenen Mund mit Zähnen, blauer Wasserlinie im Halsbereich, und einem gelben Kleid, das mit verschiedenen Strichzeichnungen von Händen und Schreibutensilien wie Stiften und Scheren bedeckt ist.
Eine bunte, abstrakte Zeichnung eines Mädchens mit langen roten Haaren, blauen Augen und rotem Lippen, das die Hände vor der Brust hält, mit einem Muster aus roten Herzen auf der Brust und einem Hintergrund voller Graffiti-ähnlicher Linien und Formen.
Streicheleinheit, Hände und eine vertikale Figur mit Texten in Weiß, Pink und Blau auf Schwarz, inspiriert von Street Art.

ICONIC MAMMAS – PUBLIC SPACE

Die ikonische Mutterfigur tritt als flaches, industrielles Objekt in den öffentlichen Raum und wird durch eine sichtbare konstruktive Struktur verankert. Als großformatige Metallskulptur behauptet sie Präsenz im Stadtraum – klar, reduziert und unübersehbar.

Die sichtbare Konstruktion verweist auf das, was gesellschaftlich meist unsichtbar bleibt: die tragende Arbeit der Fürsorge. In ihrer Größe und Platzierung widersprechen die Mammas der Verdrängung von Care ins Private. Sie machen sichtbar, was kollektive Systeme zusammenhält.

Die Skulpturen verstehen Mutterschaft als politische Praxis – als fundamentale, aber strukturell marginalisierte Kraft. Indem sie Fürsorge in den öffentlichen Raum überführen, fordern sie Wahrnehmung, Anerkennung und neue Maßstäbe dafür, was gesellschaftlich zählt.

Kunstinstallation in Form eines menschlichen Körpers mit bunten, surrealen Symbolen und einem Auge auf dem Kopf, im Kunstmuseum gezeigt.
Kunstinstallation in Form eines umgedrehten weiblichen Körpers mit bunten, stilisierten Details, auf einem Metallrahmen.
Kunstinstallation in Form eines stilisierten weiblichen Körpers mit Darstellung des weiblichen Fortpflanzungssystems und einem Gesicht auf der Oberseite, auf öffentlichem Platz vor einem historischen Gebäude.
Metallskulptur einer stilisierten Figur mit weiblichen Zügen, kleiner runder Kopf, geschlossene Augen, blauer Lippen und dekorativen Elementen auf dem Körper, vor modernem Gebäudekomplex mit geschwungenen, glänzenden Fassaden.

Manifest der Iconic Mammas – Public Space

Wir bringen Fürsorge in den öffentlichen Raum.
Nicht als Symbol, sondern als Körper.

Die Mammas sind groß.
Sie sind sichtbar.
Sie nehmen Raum ein, der ihnen historisch entzogen wurde.

Wir widersprechen der Unsichtbarkeit von Care.
Wir widersprechen der Idee, dass Fürsorge privat, leise oder nebensächlich sei.

Diese Skulpturen sind keine Dekoration.
Sie sind Setzungen.

Stahl, Fläche, Konstruktion – offen gelegt.
Wie die Systeme, die auf Fürsorge bauen und sie zugleich verbergen.

Mutterschaft ist hier keine Rolle.
Sie ist eine Praxis.
Eine politische Kraft, die Gesellschaft trägt.

Die Mammas stehen im Stadtraum
zwischen Machtarchitekturen, Verkehrsflüssen und ökonomischen Zonen.

Sie markieren, was fehlt:
Anerkennung.
Zeit.
Wert.

MAG MINIMAL ART GALLERY

MAG MINIMAL ART GALLERY

Die MAG – Minimal Art Gallery entstand 2014 aus einer sich verändernden Lebenssituation: den gleichzeitigen Anforderungen von Mutterschaft und dem Wunsch, eine aktive künstlerische Praxis fortzuführen. Aus dieser Spannung entwickelte sich ein Format, das mit Verdichtung, Reduktion und räumlicher Präzision arbeitet. Heute vereint die MAG über 88 regionale und internationale Künstlerinnen und Künstler in skulpturalen Miniaturumgebungen.

Ich begreife jede MAG als eine soziale Skulptur – ein verdichtetes Netzwerk künstlerischer Positionen, Materialien und Perspektiven. Der Miniaturmaßstab schärft den Fokus, anstatt ihn zu begrenzen: Er schafft ein verdichtetes Feld, in dem Malerei, Fotografie, Video, Objekt und Installation in neue räumliche Dialoge treten.

Meine Rolle bewegt sich dabei zwischen Künstlerin, Raumarchitektin und Kuratorin. Die MAG ist weniger eine Ausstellung als ein fortlaufender Prozess: ein präzise komponierter Resonanzraum, der sich mit jeder neuen Konstellation von Arbeiten verändert – und zugleich meine eigene künstlerische Praxis erweitert und herausfordert.

MAG Mothers INN
GIF Vienna

MAG Reloaded
Galerie Baer Dresden

Ein kunstvolles Diorama eines Miniaturhauses auf einem metallnen Tisch, mit verschiedenen kleinen, detaillierten Szenen und Objekten in den Zimmern, beleuchtet durch kleine LED-Lichter.
Kunstinstallation in einem hellen Raum mit großen Fenstern und der Beschriftung 'Skulpturenausstellung' an der Wand.

MAG Home
REDBASE Foundation Yogyakarta

MAG Gunst der Stunde
Albertinum Museum Dresden

MAG Reloaded
Ein selbstgebauter Zeltbereich im Zimmer, der mit Camouflage-Muster bemalt ist, inklusive einer kleinen Öffnung und einem Schlauch, der wie ein Abzug aussieht.

Previously exhibited artists of MAG

Alvin Agnuba, Sophie Altmann, Marleen Andreev, Grit Aulitzky, Lisa Maria Bailer, Nadine Baldow, Klaus Beckmann, Christi Birchfield, Jan Brokof, Dominik Bucher, Stefanie Busch, Ayeleen Cocoz, Constanze Deutsch, Nicolas Dupont, Taufik Ermas, Franziska Fennert, Tony Franz, Lucie Freynhagen, Rao Fu, Dita Gambiro, Amac Garbe, Rosie Gibbens, Peter Haas, Tesa Hammerstedt-Grünberg, Sebastian Hempel, Nora Hermann, Olaf Holzapfel, Martin Honert, Tilmann Hornig, Katrin Huber, Noor Ibrahim, Maria Indriasari, Carolin Israel, Pu Jie, Thomas Judisch, Michael Klipphahn, Stephanie Klug, Ulli Klose, Angelika Korzeniowsk, Ania Kucharek, Markus Kircher, Max Kowalewski, Gregor Torsten Kozik, Stefan Krauth, Stefan Kreiger, Nadja Kurz, Alex Lebus, Jonas Lewek, Moritz Liebig, Anna Leonhardt, Frank Maibier, Simon Mann, Martin Mannig, Moe Matsuhashi, Roswitha Maul, Wilhelm Mund, Ayu Arista Murti, Nadine Baldow, Nadine Wölk, Angki Purbandono, Deni Rahman, Wolfgang Richter, Billy Rogers, Johanna Rüggen, Karina Roosvita, Ivan Sagita, Paulina Sadrak, Sophia Schama, Katarina Schrul, Thai Shani, Laksmi Shitaresmi, Sabrina Straub, Elisabeth Stumpf, Enrico Sutter, Lugas Syllabus, Tatsuma Takeda, Yini Tao, Suzanne Treister, Tromarama, Andreas Ullrich, Ruth Unger, Wayan Upadana, Robert Vanis, André Wagner, Ronald Weise, Mikka Wellner, Svenja Wichmann, Angelika Wieneroither, Rebekah Wilhelm, Silke Wobst

MAG Mothers INN: Curatorial Assistant: Janina Stach, Sculptural Model: Stephan Ruderisch
MAG Gunst der Stunde: Sculptural Model: Marten Schech; Co-Organizer: Anita Müller
MAG Home: Co-Organizer: Franziska Fennert

In meiner künstlerischen Praxis mit der Minimal Art Gallery erforsche ich gegenwärtige gesellschaftliche Bedingungen durch interdisziplinäre und experimentelle Ansätze. Mein Anliegen ist es, Räume zu schaffen – sowohl physische als auch konzeptuelle –, die konventionelle Perspektiven hinterfragen und zur aktiven Teilhabe einladen. Durch die Verbindung analoger und digitaler Medien mit Do-it-yourself-Strategien erweitere ich die Möglichkeiten künstlerischer Produktion und eröffne neue Zugänge zum Verständnis von Kultur, Gesellschaft und menschlicher Erfahrung.

“Minimal is the new Maximum”

Camera und Eding: Lucie Freynhagen

Beat produced by: Deacy

Hybrid Paintings: Eine Brücke zwischen Tradition und Technologie

Hybrid Paintings verbinden traditionelle künstlerische Techniken mit moderner digitaler Technologie. Durch die Verbindung von Zeichnungen auf Papier mit digitaler Farbgebung und Gestaltungsmöglichkeiten kann ich mit vielfältigen Farbpaletten experimentieren und gestalterische Entscheidungen flexibler treffen.

Das Arbeiten in Schichten ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung und Weiterentwicklung, während jede eingesetzte Technik – vom direkten Strich des Bleistifts bis hin zu digitalen Werkzeugen – meine künstlerische Praxis erweitert.

Meine Arbeiten zielen darauf ab, Denkprozesse anzustoßen, Emotionen hervorzurufen und die Betrachtenden in einen Dialog einzubeziehen, der über reine Ästhetik hinausgeht und die Komplexität der Gegenwart widerspiegelt.

Eine bunte, abstracte Illustration eines Raumes mit mehreren Figuren, einem Tisch, einem Lampen, einer Blume in einer Vase und einer Schreibmaschine, wobei eine Figur mit Kopf in einem Kleid auf dem Tisch sitzt und eine andere Figur mit einem Zettel und Kopfhörer auf dem Boden liegt.
Eine künstlerische Illustration zweier Frauen, die sich an den Händen halten. Eine trägt ein Krankenschwester-Outfit, mit einem Herz und einem medizinischen Werkzeug an der Kleidung, die andere trägt ein schwarzes Kleid mit den Worten 'SPRiSe'. Beide halten Flaschen mit Herzen und sind verbunden durch Drähte. Der Hintergrund zeigt ein Wandbild mit Bergen und einem Mond. Die Illustration ist bunt und stilisiert.
Ein farbenfrohes, abstraktes Kunstwerk mit surrealen Elementen, darunter eine sitzende nackte Frau, ein großes Handbild, das einen Blumenstrauß hält, und eine Vulkanform mit Gesichtern und Pflanzen. Es gibt auch Vögel am Himmel und verschiedene geometrische Muster.
Ein farbiges, abstraktes Gemälde einer Frau, die auf einem Bett liegt, mit schwarzen und dunkelbraunen Haut, blonden Haaren und Schmuck, in einem Raum mit Dekorationen und Texten, mit einem dunklen Hintergrund und einer Nachtlandschaft mit Mond im Fenster.
Drei bunte, abstrakte Gemälde in einem Kunstraum mit weißen Wänden und Holzboden, beleuchtet von natürlichem Licht durch ein Oberlicht.
Iconic Mamma - Burgunde - Werkentwicklung

Suntje Sagerer

Artist Statement

Meine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Zeichnung, Objekt, Skulptur, digitalen Medien und einem kuratorischen Ansatz, den ich als integralen Bestandteil meiner Arbeit verstehe. 2014 entwickelte ich die MAG – Minimal Art Gallery, konzipiert als eine Form jenseits der klassischen Ausstellung: eine Skulptur, die kuratiert, und ein kuratorischer Raum, der selbst Skulptur ist. Meine Arbeit mit der Minimal Art Gallery entsteht in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen, aufgrund Ihres integrativen Austauschs versteht die MAG sich auch als Soziale Skulptur.

Parallel dazu entwickle ich Serien wie Iconic Mammas , die Mutterschaft, Fürsorge und Verantwortung in einem geschlechterunabhängigen Sinne verhandeln. In den Hybrid Paintings führe ich analoge Zeichnungen in digitale Malprozesse über und übersetze sie zurück in eine materielle Form als zugängliche Prints. Diese Bewegung zwischen analog und digital spiegelt ein fortlaufendes Interesse daran, in verschiedenen Ebenen von Wirklichkeit zu arbeiten und ihre Verbindungen zu erforschen.

Meine Arbeit bewegt sich an den Schwellen zwischen Individuum und Kollektiv, zwischen skulpturalem Objekt und kuratorischem Denken, zwischen persönlicher Erfahrung und ikonischer Form. Ich verstehe meine Praxis als einen fortlaufenden Prozess – weniger auf ein festes Ergebnis ausgerichtet als auf die Aufmerksamkeit für das, was sich im jeweiligen Moment zeigt und behauptet.

In Teilen meiner Praxis nutze ich KI als ein Werkzeug zur Weiterentwicklung von Ideen und zur Belebung von Unikaten. Entscheidend ist für mich die Verbindung mit einer eigenen künstlerischen Haltung: Dort, wo eine überzeugende Transformation zwischen physischem Werk und KI-gestütztem Prozess entsteht, begreife ich KI als Erweiterung einer ursprünglichen künstlerischen Idee. Im Zentrum steht dabei nicht das Medium selbst, sondern die Frage, wie Ideen in der Kunst erfahrbar werden und in eine neue Präsenz überführt werden können.

Iconic Mamma - Burgunde / Werk Visualisierung Skulptur

Nimm gerne Kontakt mit mir auf

Für Kooperationsanfragen nutze bitte das folgende Formular.

Ich melde mich zeitnah bei dir zurück.